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Afterloading
Bestrahlung im Nachladeverfahren (Afterloading = Nachladen). Ein radioaktiver Strahler wird mittels geeigneter Applikatoren in Körperhöhlen zur Bestrahlung eingeführt. Beim Zurückziehen des Strahlers wird dann das Gewebe, in dem der Applikator liegt, bestrahlt.

Analgetikum
Schmerzmittel

Bisphosphonate
Medikamente, die den Knochenabbau hemmen und den Kalziumstoffwechsel beeinflussen

Brachytherapie
s. Afterloading

Chemotherapie
Therapie mit Medikamenten (z.B. Zytostatika s.u.), die den Tumor oder nach Operation möglicherweise verbliebene Restzellen bekämpfen und das Tumorwachstum hemmen sollen.

Computertomografie (Abk.: CT)
Röntgenuntersuchungstechnik, bei der Schnittbilder von untersuchten Organen oder Strukturen erzeugt werden. Mit Hilfe des Computertomographen (CT) werden von der Tumorregion Schichtaufnahmen gemacht. Die Bilddaten werden anschließend in einem Computer gespeichert.

Cone-beam-CT
Mit einem direkt am Bestrahlungsgerät angebrachten Bilderfassungs-System lässt sich innerhalb einer Minute ein Volumenbild der Bestrahlungsregion im Patienten erzeugen. Dieses Bild des Ist-Zustands kann dann mit den Bildern des Sollzustands (z.B. Bestrahlungsplanung) durch Überlagerung verglichen werden. Danach wird eine eventuell notwendige Verschiebung des Patienten berechnet. Hierdurch wird eine optimale Lagerung des Patienten während der Bestrahlung erreicht.

Filia (pl. Filiae)
s. Metastase

Hormontherapie
Therapie mit Tabletten oder Depotwirkstoffen (Applikation unter die Haut), die das Wachstum hormonabhängiger Tumore hemmen.

IMRT (Intensitäts-Modulierte Radiotherapie)
Neueste Entwicklung in der Strahlentherapie, bei der eine Modifikation der Dosisverteilung im Strahlenfeld während einer Bestrahlung erreicht wird. Dadurch können sehr unregelmäßig geformte Zielvolumen bestrahlt werden unter maximaler Schonung des umgebenden Gewebes. Diese Art der Bestrahlungstechnik wurde Ende 2010 in die Routine unserer Praxis eingeführt und findet vorwiegend bei der Bestrahlung von Prostata- und Mund-/Rachenkarzinomen Anwendung.

IGRT (Image guided Radio-Therapy)
Image guided Radio-Therapy ermöglicht eine sehr präzise Patientenpositionierung, um die Strahlung auf den Tumor zu leiten.

Ionisierende Strahlung
Zur ionisierenden Strahlung zählen elektromagnetische Strahlen (Röntgen- und Gammastrahlung) und Teilchenstrahlung (Alpha- und Beta-Teilchen und Neutronen). Wie der Name schon impliziert hat sie genügend Energie, um Atome und Moleküle zu ionisieren, das heißt aus elektrisch neutralen Atomen und Molekülen positiv und negativ geladene Teilchen zu erzeugen. Beim Durchgang durch Materie (z.B. durch eine Zelle oder einen Organismus) gibt die ionisierende Strahlung Energie ab.

Kernspintomografie (auch NMR)
Bildgebendes Verfahren in der Röntgendiagnostik, das durch Anwendung von Magnetfeldern Schnittbilder von Organen oder anderen Strukturen erzeugt.

Knochenszintigrafie (auch Skelettszintigrafie)
Untersuchungsverfahren zur Darstellung krankhaft veränderter Regionen im Skelett. Die Untersuchung wird häufig im Rahmen von Tumorerkrankungen eingesetzt.

Linearbeschleuniger
Gerät, mit dem die Bestrahlung durchgeführt wird. Die Strahlung wird mittels einer Röntgenröhre erzeugt. Mit diesen Geräten können sowohl ultraharte Röntgenstrahlen (Photonen) als auch Elektronenstrahlung erzeugt werden. Beide Strahlenqualitäten werden routinemäßig in der Strahlentherapie eingesetzt und stellen ionisierende Strahlungsarten dar (s. auch Ionisierende Strahlung).

Lymphknoten
Im gesamten Körper vorkommende kleine Gewebeknoten, die der Abwehr z.B. von Krankheitserregern aber auch zur Reinigung des Gewebswassers (Lymphe) dienen.

Maske
Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich erfordern besondere Sorgfalt. Um hier eine reproduzierbare Lagerung des Patienten zu erreichen, wird für ihn eine Maske angefertigt. Diese besteht aus einem thermoplastischen Material, das nach Erwähmung im Wasserbad über sein Gesicht gezogen und modelliert wird. Die Maske bietet neben der täglichen Lagerungsgenauigkeit noch einen weiteren Vorteil: Die Einstellpunkte und Felder der Bestrahlung werden auf der Maske und nicht mehr im Gesicht des Patienten aufgezeichnet.

Metastase
Tochtergeschwulst, die eine Absiedlung von Zellen des ursprünglichen Tumors (z.B. des Brust-. Lungen- oder Prostata-Krebs) meist über den Blut- oder Lymphweg in andere Körperregionen darstellt.

MTRA
Medizinisch-technische(r) Röntgen-Assistent(in) für die Röntgendiagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin speziell und hoch ausgebildetes Personal. In der Strahlentherapie werden die täglichen Bestrahlungen durch MTRA´s durchgeführt.

Multi Leaf Kollimator (MLC)
vor wenigen Jahren war der Einsatz von Satelliten (s.u.) die einzige Möglichkeit, Strahlenfelder individuell den körperlichen Verhältnissen des Patienten oder der Tumorregion anzupassen. Bei den Bestrahlungsgeräten der neuen Generation werden die einzelnen Bestrahlungsfelder durch so genannte Multi Leaf Kollimatoren individuell geformt: schmale Bleilamellen schieben sich nach computergestützter Planung in den Strahlengang und können so jede erforderliche Form des Bestrahlungsfeldes bilden. Multi Leaf Kollimatoren tragen somit nicht nur zur schonenderen Behandlung bei, sie entlasten auch das Bedienungspersonal der Bestrahlungsgeräte (MTRA, s.o.) ganz erheblich.

Neoadjuvante Therapie
Therapieform, bei der vor einer Operation des Tumors eine Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt wird, um eine bessere Operabilität zu erzielen.

Planungs-CT (Planungs-Computertomografie)
bei der modernen dreidimensionalen computergestützten Bestrahlungsplanung werden vor Therapiebeginn die Körperdaten des Patienten mittels einer Planungs-CT in den Bestrahlungsrechner eingelesen. In diesem „Körper“ im Computer wird die Bestrahlung so berechnet, dass die verordnete Dosis die Tumorregion optimal erreicht ohne umliegende Organe langfristig zu schädigen oder in ihrer Funktion zu beeinträchtigen.

Radiotherapie
Synonym für Radiatio, Strahlenbehandlung oder Strahlentherapie. Einsatz ionisierender Strahlen (s.o.) zu Heilungszwecken. Eine Strahlenbehandlung erfordert zu Beginn die ausführliche Aufklärung des Patienten über Art, Wirkung und möglichen Nebenwirkungen der Behandlung. Danach wird ein Bestrahlungsplan für jeden Patienten individuell und abhängig von der jeweiligen Erkrankung erstellt. Die Dauer der Strahlentherapie kann deshalb wenige Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen, wobei die Dauer der Therapie meist nichts über die Schwere der Erkrankung aussagt.

Simulator
Der Simulator ist ein Röntgendurchleuchtungsgerät, das einem Bestrahlungsgerät nachempfunden ist. Mit dem Simulator werden die Bestrahlungsfelder festgelegt, verifiziert und dokumentiert. Bei der Simulation werden die Lagerung des Patienten, aber auch die zu bestrahlenden Felder mittels eines Farbstifts auf dem Patienten markiert. Erst nach einer Simulation beginnt die eigentliche Bestrahlung.

Stereotaxie
Als Stereotaxie bezeichnet man Behandlungsverfahren, mit denen durch bildgesteuerte, computerassistierte Zielführungssysteme eine genaue Lokalisationskontrolle und exakte Bestrahlung erfolgen kann.

Strahlentherapie
s. Radiotherapie.

TNM-Klassifikation
Schema zur Einteilung von bösartigen Tumoren, wobei T den Tumor, N die Lymphknoten (Nodi) und M das Vorliegen oder Fehlen einer Metastasierung beschreibt.

VMAT-Bestrahlung
Bei der Volumetric Modulated Arc Therapy (VMAT-Bestrahlung) handelt es sich um eine Weiterentwicklung der IMRT. Die Behandlung wird als Rotationsbestrahlung durchgeführt: Während der Bestrahlung dreht sich der Linearbeschleuniger um den Patienten, während zeitgleich zahlreiche weitere technische Stellgrößen fortlaufend verändert werden, z.B. die Rotationsgeschwindigkeit, die Feldgröße und -form sowie die Dosisleistung. Die Präzision der Dosisverteilung der VMAT ist mit der IMRT vergleichbar - die Behandlungszeit pro Fraktion verkürzt sich aber deutlich. Deshalb ist die VMAT v.a. bei komplexen Aufgabenstellungen eine sinnvolle Behandlungstechnik.

Zielvolumen
Region des Körpers, die bestrahlt werden soll bzw. wird.

Zytostatika
Medikamente, die in der Tumortherapie zur Hemmung des Zellwachstums eingesetzt werden (s. a. Chemotherapie).